Pre/Post-Releases
7. Juli 2009 – 13:27WIP: Achtung, dieser Artikel befindet sich noch in der Bearbeitungsphase.
Pre/Post-Releases – Das Konzept der Pre/Post Releases ist ein neues Konzept zur Finanzierung von geistigem Eigentum und setzt neben einer Phase der Vorveröffentlichung (Pre-Phase) in der die Finanzierung aufgebaut wird auf eine weitere Phase des Post-Releases in dem das Werk dann allen zur Verfügung steht.
Grundgedanke:
Zentraler Punkt dieses Konzeptes ist es, freie Werke anbieten zu können ohne dabei gravierende wirtschaftliche Einbußen hinnehmen zu müssen. Daher wird die Finanzierung vor der eigentlichen Veröffentlichung geklärt und erst wenn die Finanzierung steht wird das Werk allen zur Verfügung gestellt. Danach ist es frei verfügbar und kann von jedem genutzt und kopiert werden – je nachdem welche Form von Lizenz vorher vereinbart wurde.
Ein Autor würde beispielsweise ein Konzept seines Buches oder seines Artikels veröffentlichen und allen Interessieren zur Verfügung stellen. Gleichzeitig besteht für alle Interessenten die Möglichkeit, für dieses Projekt einen Geldbetrag zu hinterlegen. Ist auf diese Weise die Finanzierung gesichert (der Autor legt vorher fest wie hoch diese ausfällt), wird das Werk gemeinfrei veröffentlicht. Damit steht es allen zur Verfügung und die Wirtschaftlichkeit bleibt abgesichert.
Alternativ gibt es auch die Möglichkeit, dass ein Autor erst mit der tatsächlichen Arbeit beginnt, wenn die Finanzierung geschafft ist.
Das wirtschaftliche Risiko geht bei diesem Modell vom Autor auf die Interessent über die für das Konzept bezahlt haben (Prepayment). Dafür wird ein Werk aber quasi zum Festpreis veröffentlicht und steht dann allen zur Verfügung.
Dieses Modell steht im übrigen nicht in Widerspruch oder Konkurrenz zu bestehenden Vergütungsmodellen sondern kann parallel betrieben werden. So kann ein Künstler vorab entscheiden welchen der Vertriebswege er wählt (klassisch oder Pre/Post Release). Ein entsprechendes Portal steht im englischsprachigen Bereich mit Copycan auch bereits zur Verfügung.
Das Pre-/Post Release Konzept ist im übrigen auch mit wirtschaftlichen Interessen kompatibel. Es muss zum Beispiel nicht der Künstler selbst sein, der das Release und die Finanzierung in Auftrag gibt oder überwacht sondern es ist durchaus denkbar, dass dieser Part auch von einer Agentur oder einer Verwertergesellschaft übernommen wird. Diese könnten mit einem Künstler einen Vertrag schließen und dann ein entsprechendes Angebot mit Aufschlag für eine Veröffentlichung machen.
Links:
- http://www.heise.de/tp/r4/artikel/23/23498/1.html
- http://wiki.piratenpartei.de/Pre-post_release#pre_release-Phase
- http://piratendenkstube.wordpress.com/2009/06/29/kritik-am-copycan-bzw-prepost-release-modell/
- Diskussionsthread Pre/Post Release
- Portalkonzept im Wiki
Tags: Gema, Pre/Post-Releases
"Mein Name ist Guybrush Threepwood und ich will Pirat werden!"
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