Rechts, Links oder Mitte

7. Juli 2009 – 13:59

Menschen fahren gern in bekannten Gewässern und daher ist es nur zu verständlich, dass versucht wird alles Neue in die alten Schemata zu pressen. Ob es sinnvoll ist oder nicht: auch die Piratenpartei muss sich die Frage stellen (oder stellen lassen) wo sie im üblichen Parteienspektrum angesiedelt ist.

Das Parteiprogramm gibt hierzu nur begrenzt Auskunft, denn gerade im Bereich der Wirtschaft (der für so eine Einordnung recht wichtig ist) gibt es keine Aussagen. Im Gegenteil: Ein Großteil des Programms der Piratenpartei – wie zum Beispiel die informelle Selbstbestimmung, Open Access oder  das elektromagnetische Spektrum – findet derzeit kein Gegenstück in den bisherigen Programmen und ist von der Ausrichtung daher eher neutral (bzw. bildet eine Richtung für sich).

Andere Ansätze und Grundgedanken wie die Globalisierung und Deregulierung der Internetkontrollen geht eher in die Richtung Liberalismus ohne dabei jedoch die wirtschaftliche Komponente zu übernehmen.

Die größte Schnittmenge mit bestehenden Ausrichtung dürfte für die Piratenpartei wohl die gemäßigte Linke bilden, wobei es hier wie bereits geschrieben einen enormen Overhead an neutralen Themen gibt. Insbesondere wenn man linksliberal als fortschrittsorientiert betrachtet dürften sich hier die meisten Ähnlichkeiten finden. Im rechten Spekturm dagegen gibt es die wenigsten Gemeinsamkeiten, denn Nationalismus ist an sich eines der Prinzipien die es zu überwinden gilt.

Letztendlich sollte man aber bei der Einordnung dass es wohl einer neuen Richtung bedarf. Weder rechts noch links, dafür zukunftsorientiert und global.

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