Der Vagina-Fail
8. April 2010 – 19:30Manche Fälle sind so abstrus, da glaubt man kaum, dass sie sich tatsächlich so zugetragen haben. So gab es zum Beispiel auf der Plattform Abgeordneten-Watch eine Anfrage an den SPD-Abgeordneten Sebastian Edathy. Dieser hatte unter anderem auch seine Zustimmung zur Vorratsdatenspeicherung gegeben, die erst kürzlich vom Bundesverfassungsgericht gänzlich gekippt worden war.
Seine Begründung warum er das Gesetz trotzdem nach wie vor für richtig hält ist etwas überraschend:
Auf meinen Namen wurde vor ca. einem Jahr über das Internet bei einem recht bekannten Flensburger Erotik-Versand eine künstliche Vagina bestellt, über deren Eintreffen in meiner Privatwohnung ich sehr überrascht war. Ist es legitim, herausfinden zu wollen, ob der Besteller identifiziert werden kann?
An der Stelle fängt man an zu zweifeln. Ist es tatsächlich nicht richtig, die Onlineaktivitäten aller Deutschen aufzuzeichnen damit Herr Edathy herausfinden kann, wer ihm unverlangt eine Vagina ins Haus geschickt hat? Wenn bisher kein Argument das Bundesverfassungsgericht erschüttern konnte, dann doch wohl dieser Fall.
Eine kleine Bitte an den unbekannten Vagina-Versender: Bitte schickt Herrm Edathy keine Sendungen mehr. Wer weiß was er sonst noch alles durchwinkt um an die Adressen der Scherzbolde zu kommen.
"Mein Name ist Guybrush Threepwood und ich will Pirat werden!"