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	<title>Piraten-Philosophie &#187; Urheberrecht</title>
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		<title>Was wir aus #Kaudergate lernen können</title>
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		<pubDate>Fri, 30 Sep 2011 06:59:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bill Bones</dc:creator>
				<category><![CDATA[Urheberrecht]]></category>
		<category><![CDATA[2-Strikes]]></category>
		<category><![CDATA[First Notice]]></category>
		<category><![CDATA[Kauder]]></category>
		<category><![CDATA[Warnung]]></category>

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		<description><![CDATA[Wolfgang Kauder hat sich mittlerweile zu den Urheberrrechtsverletzungen auf seiner Webseite geäußert. Peinlicherweise hat er damit aber wieder nur gezeigt, dass Urheberrecht viel zu kompliziert ist. Zu der Aussage, er hätte mittlerweile das Urheberrecht an den beanstandenten Fotografien erworben frotzelt Telepolis auf Twitter: &#8220;&#8230; Um Urheberrechte zu erwerben, hätte Kauder sich adoptieren lassen und dann [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wolfgang Kauder hat sich mittlerweile zu den Urheberrrechtsverletzungen auf seiner Webseite geäußert. Peinlicherweise hat er damit aber wieder nur gezeigt, dass Urheberrecht viel zu kompliziert ist. Zu der Aussage, er hätte mittlerweile das Urheberrecht an den beanstandenten Fotografien erworben frotzelt Telepolis auf <a href="https://twitter.com/#!/telepolis_news/status/119648230249213952">Twitter</a>:</p>
<blockquote><p>&#8220;<em>&#8230; Um Urheberrechte zu erwerben, hätte Kauder sich adoptieren lassen und dann den Urheber töten müssen &#8230;</em>&#8220;</p></blockquote>
<p>Hintergrund ist, das man in Deutschland maximal Nutzungsrechte erwerben kann, das Urheberrecht bleibt aber immer beim Urheber oder dessen Erben.</p>
<p>Auch mit seinen Schlussfolgerungen, dass dieser Fall gezeigt hätte, dass ein 2 oder 3 Strikes Modell funktionieren würde, liegt Kauder eher daneben. </p>
<p>Im Gegenteil, der Fall hat eher gezeigt, was die deutsche Politik den Bürgern mit den aktuellen Regelungen im Bereich des Urheberrechts angetan hat. Wenn bereits Siegfried Kauder, immerhin Vorsitzender des Rechtsauschusses, solche Schwierigkeiten beim praktischen Umgang mit Urheberrechten hat, dürfte der normale Bürger keine Chance haben, solche Verstöße zu umgehen. Der Bürger haftet damit entweder vor Gericht oder mit Internet-Entzug, falls Herr Kauder sich durchsetzt, für Regelungen, die nicht verständlich sind und in vielen Bereich sogar erst noch durch die Gerichte definiert werden müssen.</p>
<p>Diese Haftung für die schlechte handwerkliche Arbeit der Politiker verdreht den eigentlich Sinn der Urheberrechte ins Gegenteil. Anstatt geistige Schöpfungsprozesse anzuregen wirken die aktuellen Regelungen lähmend und bremsen, denn Schaffende müssen sich viel mehr mit rechtlichen Regelungen beschäftigen und verzichten im Zweifel besser auf die Veröffentlichung eines Werkes.</p>
<p>Die Lehre aus dem Kausa Kauder muss daher lauten, dass die Bürger nicht mehr länger für schlecht gemachte Gesetze in Haftung genommen werden. Ein neues Urheberrecht ist zwar in weiter Ferne, aber es könnte zumindest Regelungen geben, die vorschreiben, Verstöße gegen das Urheberrecht zuerst mitzuteilen und erst danach würde eine Haftung einsetzen. In anderen Länder ist eine solche &#8220;First Notice&#8221; bereits erfolgreich im Einsatz. In Deutschland mit seiner Industrie-freundlichen Gesetzgebung im Urheberrechtsbereich haften Bürger dagegen von Anfang an, unabhängig davon ob sie wußtern, das rechte verletzt wurden oder nicht.  </p>
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		<title>Freie Kopien = wirtschaftlicher Schaden?</title>
		<link>http://www.scumm-bar.net/145/freie-kopien-wirtschaftlicher-schaden/</link>
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		<pubDate>Mon, 03 Aug 2009 09:24:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bill Bones</dc:creator>
				<category><![CDATA[Urheberrecht]]></category>
		<category><![CDATA[CC. CC-Lizenz]]></category>
		<category><![CDATA[Creative Commons]]></category>
		<category><![CDATA[Filesharing]]></category>
		<category><![CDATA[freie Musik]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Raubkopierer sind Verbrecher!&#8221; mit diesem Slogan versuchte und versucht die Musikindustrie den wirtschaftlichen Schaden aus dem Internet auf das Filesharing zu projizieren. Dabei gibt es längst Hinweise, dass freie Kopien nicht zwangsläufig mit wirtschaftlichem Schaden einhergehen, sondern das es insbesondere im Bereich der Musik durchaus sinnvoll Ansätze gibt wie sich freie Kopien und wirtschaftlicher Erfolg [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>&#8220;Raubkopierer sind Verbrecher!&#8221;</em> mit diesem Slogan versuchte und versucht die Musikindustrie den wirtschaftlichen Schaden aus dem Internet auf das Filesharing zu projizieren. Dabei gibt es längst Hinweise, dass freie Kopien nicht zwangsläufig mit wirtschaftlichem Schaden einhergehen, sondern das es insbesondere im Bereich der Musik durchaus sinnvoll Ansätze gibt wie sich freie Kopien und wirtschaftlicher Erfolg miteinander in Einklang bringen lassen.</p>
<p><a style="float:left;margin:5px;" href="http://www.amazon.de/gp/product/B0015FQZ94?ie=UTF8&amp;tag=ogametutorial-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=B0015FQZ94"><img src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/41qbvx4oO-L._SL500_SS80_.jpg" border="0" alt="" /></a></p>
<p>Vorreiter in diesem Bereich dürfte die Band Nine Inch Nails sein. Bereits <a href="http://www.gulli.com/news/nine-inch-nails-frei-2008-12-14/" target="_blank">Anfang</a> 2008 wurde ihre erstes Instrumental-Album &#8220;Ghosts I-IV&#8221; unter einer freien CC-Lizenz veröffentlicht. Das Album durfte frei kopiert werden unter der Bedingung, dass die Namensnennung erfolgt, es nicht kommerziell angewendet wird und die Lizenz erhalten bleibt. Das Album konnte also jeder kostenfrei und vollkommen legal downloaden. Trotzdem spielte das Album in der ersten Woche <a href="http://www.gulli.com/news/creative-commons-nine-inch-2009-01-05/" target="_blank">bereits</a> <a href="http://netzpolitik.org/2009/nin-meistverkaufte-online-album-2008/" target="_blank">mehr</a> als 1,6 Millionen ein und wurde 2008 das meistverkaufte Album im <a href="http://www.amazon.com/b/ref=amb_link_7866952_18?ie=UTF8&amp;node=1240544011" target="_blank">Amazon-Shop</a>.</p>
<p>Der Erfolg des Albums steht dabei im Kontrast zur bisherigen Argumentation in diesem Bereich. Wenn freie Kopien erhältlich sind, so die Begründung, kauft niemand mehr die Alben normal ein. Freie Kopien würden damit allein durch die Möglichkeit des kostenlosen Zugangs Verluste verursachen und insbesondere den Künstlern schaden. Diese Argumentation scheint zumindest in einem Beispiel widerlegt. Freie Kopien als Marketingchannel und wirtschaftlicher Erfolg eines Werkes können Hand in Hand gehen.</p>
<p>Mittlerweile gibt es auch Studien, die diese Praxis-Ergebnis mit theoretischen Konzepten untermauern. Untersucht wurden <a href="http://idw-online.de/pages/de/news327610" target="_blank">dabei</a> die Online-Verkäufe des Labels Magnatune von 2003 bis zum Januar 2005. Dabei konnten die Kunden den Preis in gewissen Grenzen selbst bestimmen:</p>
<blockquote><p>Den Preis für die Alben bestimmten die Kundinnen und Kunden innerhalb einer Preisspanne zwischen fünf und 18 Dollar selbst. Magnatune empfiehlt einen Preis von acht Dollar, der auch als Standardwert voreingestellt ist. Der durchschnittlich bezahlte Preis beträgt 8,20 Dollar und liegt damit 64 Prozent über dem geforderten Minimum.</p></blockquote>
<p>Insgesamt wurden dabei 4 Kundengruppen gefunden die recht stabile Zahlungsmuster aufweisen:</p>
<blockquote><p>(1) Kunden, die regelmäßig den empfohlenen Preis von acht Dollar bezahlen.</p>
<p>(2) Kunden, die lediglich das geforderte Minimum bezahlen.</p>
<p>(3) Kunden, die durchgehend mehr als die empfohlenen acht Dollar bezahlen und</p>
<p>(4) solche, bei denen die Zahlungsbereitschaft über die Zeit sinkt.</p></blockquote>
<p>Obwohl die Alben online auch vollständig hörbar waren konnte ein wirtschaftlicher Gewinn erreicht werden. Die Kunden wurden dabei nicht zum Kauf gezwungen sondern bestimmten mehr oder weniger freiwillig den Preis. Das Ergebnis der Studie ist daher insbesondere für die Entwicklung alternativer Geschäftsmodelle recht positiv:</p>
<blockquote><p>Den Ergebnissen der Studie zufolge, ist das Zahlungsverhalten der Magnatune-Kunden konsistent zum Konzept der Gegenseitigkeit. &#8220;Es kommen jedoch auch andere Erklärungsansätze für das nicht-opportunistische Verhalten der Kunden in Frage, wie z. B. die Vermeidung möglicher Schuldgefühle oder der Wunsch, sich als &#8220;guter Mensch&#8221; fühlen zu können&#8221;, erklärt Tobias Regner.</p></blockquote>
<p>Freie Kopien schaden also nicht zwangsläufig dem wirtschaftlichen Erfolg. Es kommt darauf an, dem Kunden ein interessantes Geschäftsmodell zu präsentieren und den Servicegedanken im Vordergrund zu behalten.Das macht Hoffnung für die Umsetzung anderer Konzeote (wie zum Beispiel <a href="http://www.scumm-bar.net/20/prepost-releases/" target="_blank">Prerealease-Portale</a> und Ähnliches). Wenn der wirtschaftliche Background stimmt dürfte es hier auch bessere Möglichkeiten geben Investoren mit einzubeziehen.</p>
<p>Es wird interessant sein zu sehen ob und wann die ersten Musiklabels auf diese Möglichkeiten reagieren oder ob es die kleinen Labels sein werden die hier ein neues Geschäftsfeld aufbauen. Bislang haben die großen Konzerne im Musikgeschäft eher versucht ihre bisherigen Geschäftsfelder vehement zu verteidigen &#8211; eventuell wird sich diese Strategie bald als Fehler herausstellen, wenn die großen Labels immer mehr kreative Künstler an die neuen Vermarktungswege verlieren.</p>
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		<title>Urheberrecht 2.0</title>
		<link>http://www.scumm-bar.net/30/urheberrecht-20/</link>
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		<pubDate>Tue, 07 Jul 2009 19:31:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bill Bones</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Urheberrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Geschmacksmuster]]></category>
		<category><![CDATA[Markenrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Patente]]></category>

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		<description><![CDATA[WIP: Achtung, dieser Artikel befindet sich noch in der Bearbeitungsphase. Das deutsche Urheberrecht wurde geschaffen, um den geistigen Fortschritt im Bereich der Technologie und der Kunst zu sichern und wenn es geht auch zu beflügeln. Der Grundmechanismus ist dabei streng marktwirtschaftlich: Der Schaffende soll von seinem Werk profitieren um sicherzustellen, dass es sich lohnt geistige [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="text-decoration: underline;"><span style="color: #ff0000;">WIP: Achtung, dieser Artikel befindet sich noch in der Bearbeitungsphase.</span></span></p>
<p><img style="margin: 10px;float:right;border: 1px solid grey;padding:5px;" src="http://www.scumm-bar.net/wp-content/uploads/2009/07/istock_000001346371xsmall.jpg" alt="istock_000001346371xsmall" width="302" height="254" /></p>
<p>Das deutsche Urheberrecht wurde geschaffen, um den geistigen Fortschritt im Bereich der Technologie und der Kunst zu sichern und wenn es geht auch zu beflügeln. Der Grundmechanismus ist dabei streng marktwirtschaftlich: Der Schaffende soll von seinem Werk profitieren um sicherzustellen, dass es sich lohnt geistige Werke und geistigen Fortschritt anzustreben. Das gleiche Prinzip findet sich auch im Patentrecht und in erweiterter Form auch im Markenrecht wieder.</p>
<p>Der Schutz der Rechte des Schaffenden an seinem Werk ist in diesem Zusammenhang im Übrigen nur Mittel zum Zweck. Marktwirtschaftlich gesehen findet Fortschritt nur dann statt, wenn er sich lohnt. Dazu müssen die wirtschaftlichen Interessen des Schaffenden geschützt werden um sicherzustellen, dass der Lohn aus dem Werk nicht von anderen übernommen wird. Umgekehrt bedeutet dies, dass die Gesellschaft solidarisch für den Fortschritt zahlt. Jeder der ein neues Fahrzeug kauft oder sich Musik auf einem Konzert anhört sorgt mit einem kleinen Beitrag dafür, dass der Fortschritt finanziert wird in dem er den Künstler oder Erfinder entlohnt. Der Zweck des Urheberrechts ist es also nicht, den Schaffenden zu privilegieren sondern über den Schutz der Rechte des Schaffenden den Fortschritt zu fördern.</p>
<p>Diese Konstrukte kann man dabei getrost als Erfolgsmodelle bezeichnen, denn sie haben es über Jahre und Jahrzehnte geschafft die kulturelle und technologische Entwicklung am Laufen zu halten. Diese Erfolg muss ein neues Urheberrecht ebenfalls sicherstellen. Ein Weniger in diesem Bereich wäre in jedem Fall ein Rückschritt.</p>
<p>Allerdings haben sich mit der Zeit auch einige Nachteile abgezeichnet, die mit dem Aufbau des aktuellen Urheber- und Patentrechts zusammenhängen. Nicht alle dieser Probleme sind dem neuen Medium Internet geschuldet auch wenn in der öffentlichen Diskussion das Internet in diesem Zusammenhang meist an erster Stelle genannt wird. Ein Teil der Probleme des Urheberrechts resultieren auch aus der marktwirtschaftlichen Konzeption und können damit im Internet nicht gelöst werden.</p>
<p><strong>Probleme des aktuellen Urheberrechts</strong></p>
<p><strong>1. Wissen wird eingeschränkt</strong></p>
<p>Das aktuelle Urheberrecht wurde in vielen Bereich eingeschränkt. Unter anderem auch im Bereich der Forschung um zu gewährleisten, dass die Rechte des Urhebers nicht den wissenschaftlichen Schöpfungsprozess behindern. So sagt <span>§ 52a des UrhG:</span></p>
<blockquote><p><span><br />
<em>Öffentliche Zugänglichmachung für Unterricht und Forschung</em></span></p></blockquote>
<blockquote><p>(1) Zulässig ist,</p>
<p>[...]</p>
<p>veröffentlichte Teile eines Werkes, Werke geringen Umfangs sowie einzelne Beiträge aus Zeitungen oder Zeitschriften ausschließlich für einen bestimmt abgegrenzten Kreis von Personen für deren eigene wissenschaftliche Forschung</p>
<p>öffentlich zugänglich zu machen, soweit dies zu dem jeweiligen Zweck geboten und zur Verfolgung nicht kommerzieller Zwecke gerechtfertigt ist.</p></blockquote>
<p>Diese Einschränkung wurde aber mit den Möglichkeiten des Internets überholt, denn Forschung &#8211; aber vor allem auch die Information &#8211; findet über das Netz nicht mehr in kleinen Zirkeln an Universitäten und in Kolloqien statt sondern verlagert sich vielmehr in die breite Öffentlichkeit und auf eine deutlich höhere Zahl von Anwendern.</p>
<p>Gerade in der öffentlichen Forschung ist es so, dass hier staatliche Gelder genutzt werden um Wissen zu schaffen, dieses Wissen dann aber nur extrem reglemtiert zur Verfügung steht. So finden sich Fachpublikationen in der Regel nur in den kostenpflichtigen Bereich der entsprechenden Fachzeitschriften und sind für die Allgemeinheit nicht (oder nur gegen Kosten und Akkreditierung) erhältlich.</p>
<p>In der derzeitigen Ausprägung steht das aktuelle Urheberrecht daher dem wissenschaftlichen und kulturellen Fortschritt in vielen Bereichen entgegen, weil es den Zugang zur aktuellen Forschung einschränkt.</p>
<p><strong>2. Kriminalisierung</strong></p>
<p>Urheberrecht im Internet ist in der öffentlichen Debatte häufig mit Raubkopien und Filesharing verbunden. Dabei ist es aber durchaus legal, Kopien für den Privatgebrauch (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Privatkopie" target="_blank">Privatkopie</a>) anzufertigen. Auf Druck der Musik- und Filmindustrie wurde dieses Recht zum 1. Januar 2008 jedoch deutlich eingeschränkt so dass jetzt Kopien immer rechtswidrig sind, wenn sie unter Umgehung technischer Schutzmaßnahmen (Kopierschutz) oder aus einer offensichtlich rechtswidrigen Quelle (wie eine Tauschbörse) hergestellt wurden. So sollte das Kopieren über das Internet verhindert werden.</p>
<p>Um diese Verschärfung des Urheberrechts durchzusetzen wäre es aber notwendig, jeden Rechner und jeden Nutzer ständig zu kontrollieren. Dazu wurde die Last der Rechtsunsicherheit auf den User umgelagert und in der Hoffnung, dass diese Unsicherheit und die Furcht vor einer versehentlichen Raubkopie ausreicht das Filesharing einzudämmen.</p>
<p>In einer vergleichbaren Situation war man von mehr als 40 Jahren bereits deutlich besonnener zu Werke gegangen. 1965 wurde die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Pauschalabgabe" target="_blank">Pauschalabgabe</a> auf Tonträger eingeführt die es möglich machte, Kopien vom Radio auf Kassetten zu machen ohne das man dafür rechtlich belangt werden konnte. Damals ging man den nutzerfreundlichen Weg und entschied sich für einen neuen Weg der Finanzierung, heute &#8211; mehr als 40 Jahre später &#8211; hat sich die Politik gegen den Bürger und für die Interessen der Industrie entschieden.</p>
<p>Das man damit die Bürger kriminalisiert um Gewinne aufrecht zu halten bzw. ein Geschäftsmodell zu schützen wird leider billigend in Kauf genommen.</p>
<p><strong>Links:</strong></p>
<ul>
<li><a href="http://www.tagesspiegel.de/kultur/Musikpiraten-Musikindustrie-Internet;art772,2857452" target="_blank">Tagesspiegel</a></li>
</ul>
<p><strong>3. Ethik</strong></p>
<p>Gerade im Bereich von Medizin und Pharmazie bestehen große Spannungsfelder zwischen den wirtschaftlichen Interessen und dem Schutz von Menschenleben. Die Internationalisierung hat dafür gesorgt, dass die größten Gewinne in diesem Bereich in den Industrieländern gemacht werden können während der meiste Bedarf an Medikamenten in den Ländern der dritten Welt besteht. Das sorgt dafür, dass die hohen Kosten für Medikamente (die in den Industrienationen durchaus bezahlbar sind) Medikamente in anderen Ländern zu einem unerschwinglichen Luxus machen. Billigere Produktionen in diesen Ländern sind nicht möglich, da hier Patente und Marken verletzt würden.</p>
<p>Im schlimmsten Fall bedeutet dies, dass Menschen sterben, weil sie sich die teuren, geschützten Medikamente nicht leisten können.</p>
<p><strong>4. wirtschaftliche Abhängigkeit</strong></p>
<p>Bereiche an denen die Gesellschaft kein Interesse hat garantieren keinen wirtschaftlichen Erfolg. Diese Bereich sind deswegen im Vergleich beim Fortschritt eher benachteiligt. Der Staat greift hier teilweise ein um beispielsweise bei der Grundlagenforschung Anreize zu schaffen, aber das ursprüngliche Konzept der Steuerung des Fortschritts über wirtschaftliche Interessen funktioniert hier nicht.</p>
<p>5. neue Formen der Förderung</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Pre/Post-Releases</title>
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		<pubDate>Tue, 07 Jul 2009 11:27:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bill Bones</dc:creator>
				<category><![CDATA[Urheberrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Gema]]></category>
		<category><![CDATA[Pre/Post-Releases]]></category>

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		<description><![CDATA[WIP: Achtung, dieser Artikel befindet sich noch in der Bearbeitungsphase. Pre/Post-Releases &#8211; Das Konzept der Pre/Post Releases ist ein neues Konzept zur Finanzierung von geistigem Eigentum und setzt neben einer Phase der Vorveröffentlichung (Pre-Phase) in der die Finanzierung aufgebaut wird auf eine weitere Phase des Post-Releases in dem das Werk dann allen zur Verfügung steht. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="text-decoration: underline;"><span style="color: #ff0000;">WIP: Achtung, dieser Artikel befindet sich noch in der Bearbeitungsphase.</span></span></p>
<p><strong>Pre/Post-Releases</strong> &#8211; Das Konzept der Pre/Post Releases ist ein neues Konzept zur Finanzierung von geistigem Eigentum und setzt neben einer Phase der Vorveröffentlichung (Pre-Phase) in der die Finanzierung aufgebaut wird auf eine weitere Phase des Post-Releases in dem das Werk dann allen zur Verfügung steht.</p>
<p><strong>Grundgedanke:</strong></p>
<p>Zentraler Punkt dieses Konzeptes ist es, freie Werke anbieten zu können ohne dabei gravierende wirtschaftliche Einbußen hinnehmen zu müssen. Daher wird die Finanzierung vor der eigentlichen Veröffentlichung geklärt und erst wenn die Finanzierung steht wird das Werk allen zur Verfügung gestellt. Danach ist es frei verfügbar und kann von jedem genutzt und kopiert werden &#8211; je nachdem welche Form von Lizenz vorher vereinbart wurde.</p>
<p>Ein Autor würde beispielsweise ein Konzept seines Buches oder seines Artikels veröffentlichen und allen Interessieren zur Verfügung stellen. Gleichzeitig besteht für alle Interessenten die Möglichkeit, für dieses Projekt einen Geldbetrag zu hinterlegen. Ist auf diese Weise die Finanzierung gesichert (der Autor legt vorher fest wie hoch diese ausfällt), wird das Werk gemeinfrei veröffentlicht. Damit steht es allen zur Verfügung und die Wirtschaftlichkeit bleibt abgesichert.</p>
<p>Alternativ gibt es auch die Möglichkeit, dass ein Autor erst mit der tatsächlichen Arbeit beginnt, wenn die Finanzierung geschafft ist.</p>
<p>Das wirtschaftliche Risiko geht bei diesem Modell vom Autor auf die Interessent über die für das Konzept bezahlt haben (Prepayment). Dafür wird ein Werk aber quasi zum Festpreis veröffentlicht und steht dann allen zur Verfügung.</p>
<p>Dieses Modell steht im übrigen nicht in Widerspruch oder Konkurrenz zu bestehenden Vergütungsmodellen sondern kann parallel betrieben werden. So kann ein Künstler vorab entscheiden welchen der Vertriebswege er wählt (klassisch oder Pre/Post Release). Ein entsprechendes Portal steht im englischsprachigen Bereich mit <strong>Copycan</strong> auch bereits zur Verfügung.</p>
<p>Das Pre-/Post Release Konzept ist im übrigen auch mit wirtschaftlichen Interessen kompatibel. Es muss zum Beispiel nicht der Künstler selbst sein, der das Release und die Finanzierung in Auftrag gibt oder überwacht sondern es ist durchaus denkbar, dass dieser Part auch von einer Agentur oder einer Verwertergesellschaft übernommen wird. Diese könnten mit einem Künstler einen Vertrag schließen und dann ein entsprechendes Angebot mit Aufschlag für eine Veröffentlichung machen.</p>
<p><strong>Links:</strong></p>
<ul>
<li>http://www.heise.de/tp/r4/artikel/23/23498/1.html</li>
<li>http://wiki.piratenpartei.de/Pre-post_release#pre_release-Phase</li>
<li>http://piratendenkstube.wordpress.com/2009/06/29/kritik-am-copycan-bzw-prepost-release-modell/</li>
<li><a href="http://forum.piratenpartei.de/viewtopic.php?f=8&amp;t=6922" target="_blank">Diskussionsthread Pre/Post Release</a></li>
<li><a href="http://wiki.piratenpartei.de/Konzept:Pre-Release_Portal" target="_blank">Portalkonzept im Wiki</a></li>
</ul>
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